Die Spuren

 

Ein rechteckiges Stück Teppichboden liegt am Boden. Darauf finden sich zahlreiche Brandspuren.

 

Ein Rechteck eines flachen, einfarbigen, und banalen Teppichbodens, liegt mitten in einem Raum wie ein Teppich, sucht dort aufzufallen, bietet nichts als Brandspuren, Flecken, Vertiefungen, die man kaum weiter betrachten würde, da uns dieses Schauspiel doch allzu gewöhnlich vorkommen könnte, lässt an eine Ansammlung von Zeit denken, eine Gesamtheit von ausgeführten Handlungen, Unfällen und Bewegungen, die man als bloße Spurensicherung ansehen könnte, darin den Guanos von Judith Reigl oder den Fallenbildern von Daniel Spoerri ähnlich, dieser Teppichboden schafft eine Topographie der alltäglichen Gesten: Umstellen der Möbel, unabsichtliche Brandflecken ... konstituiert dabei den Anfang von etwas Erzählerischem, das von dem Raum handelt, in dem er sich befand, führt die Erzählung weiter, indem er in einen anderen Raum gelegt wird, könnte auch eine Nachahmung sein, eine kontrollierte Wiederaufnahme der Markierungen in einer Zeichnung, ein Denkraum, ein Bild aus Spuren.

 

Eric Suchère